Unsere Geschichte

Der NÖ Bauernbund heute

Heute präsentiert sich der NÖ Bauernbund als weit über die Parteigrenzen hinaus anerkannte kompetente Interessenvertretung der Bauern – und noch viel mehr: Er ist die starke Stimme für den ländlichen Raum.

2005 wurde Kammerpräsident Hermann Schultes auch Bauernbundobmann. An seiner Seite bekleidet seit 1. Jänner 2011 erstmals eine Frau in der Geschichte des Niederösterreichischen Bauernbundes das Amt des Bauernbunddirektors: Klaudia Tanner führt ihr Amt mit unermüdlichem Einsatz, Fachkompetenz, Herz und Verstand und der doch immer wieder nötigen Diskussionsstärke.

Diese Härte wurde ihr dabei nicht nur einmal abverlangt. Gemeinsam mit Hermann Schultes konnte die massive Gefährdung der österreichischen Schweinebranche durch den damaligen SP-Gesundheitsminister Alois Stöger verhindert werden. Ein sofortiges Verbot des Ferkelschutzkorbs wurde abgewendet. 

Landwirtschaft im Blickpunkt öffentlicher Diskussion

Dies ist nur eines von unzähligen Beispielen, das deutlich die Herausforderung dieser Zeit erkennbar werden lässt: Spendenabhängige Tierschutzorganisationen oder NGOs versuchen auf den Rücken der Bauern Hetzpolitik zu betreiben und ein verzerrtes, teils vollkommen unwahres Bild der Landwirtschaft zu zeichnen. 

Die realitätsnahe Darstellung der Landwirtschaft sowie die Wertschätzung unserer Lebensmittel bei den Konsumenten zu steigern, können als Ziele dieser Zeit formuliert werden. „Diese Zeit“ verlangt auch vor modernen Kommunikations- und Informationsplattformen nicht zurückzuschrecken – nein, im Gegenteil: Sie bewusst zu nutzen! Mit der Facebook und Internetplattform „Niederösterreichs Bauern“, Medienkampagnen („Was den Bauern bleibt“) und Informationsveranstaltungen (Hofjause, „Österreich isst frei“) wurde die Marschrichtung vorgegeben. 

Infrastruktur im ländlichen Raum

Ein wichtiger Lebensstrang für einen lebenswerten ländlichen Raum ist heutzutage  eine gutausgebaute Datenverbindung. Dieser langjährigen Forderung des NÖ Bauernbundes wurde 2015 mit der Breitbandmilliarde nachgekommen. Der tatsächliche Ausbau dieses Netzes wird vom Bauernbund mit Argusaugen beobachtet. 

2014 stand für den Bauernstand erneut viel am Spiel: Der Einheitswert.Von „Sonderbehandlung“  bis zu „Sauerei“ reichten die Anschuldigungen gegenüber den Bauern. Nur durch massiven Einsatz von Hermann Schultes konnte der Einheitswert in der Landwirtschaft gesichert werden. Die Bandbreite der Auswirkungen sollten zu diesem Zeitpunkt nur wenige überschauen. 

Gerechtigkeit, Fairness, Solidarität – Tief ins vergangene Jahrhundert bewegte sich die Politik der Sozialisten zurück. Klassenkampf hautnah konnte man 2015 miterleben. Sektsteuer, Millionärsabgaben, Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, u.v.m. Dabei stand eines außer Frage: Die Steuerbelastung für die arbeitende Bevölkerung musste gesenkt werden. Doch wie gegenfinanzieren? „Durch neue Steuern“, meinten die Einen, „Durch eine Ankurbelung der Wirtschaft und Einhebung der bestehenden Steuern“, die Anderen. 

Das Ergebnis war die größte Steuerreform aller Zeiten mit einer spürbaren Entlastung aller Lohn- und Einkommensteuerzahler, ohne eine Einführung von Vermögen- und Erbschaftsteuer.

Konsequente Verfolgung unserer Ziele

Zwei weitere Bauernbündler setzen im Land für die Weiterentwicklung des ländlichen Raumes um. Der nunmehrige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf schaffte 2015 mit Niederösterreich die Energiewende, 100 Prozent des NÖ-Stromverbrauchs kommen aus erneuerbarer Energie. Ludwig Schleritzko, seit 2017 Landesrat für Finanzen und Mobilität, setzt Schwerpunkte in der Gestaltung eines nachhaltigen Budgets und für eine attraktive Infrastruktur in den Regionen.

Es warten noch viel Arbeit und viele Forderungen, die umgesetzt werden wollen. Dazu braucht der Niederösterreichische Bauernbund viele engagierte Mitstreiter und viele engagierte Umsetzer!

Unsere Landwirtschaft ist nicht Problem, sondern entscheidender Teil zur Lösung der großen Zukunftsfragen. Der Niederösterreichische Bauernbund war von seiner Gründung bis heute geprägt durch große Persönlichkeiten, die stets das Einende vor das Trennende stellten und unser Land maßgeblich zu dem machten, was es heute ist.