Unsere Geschichte

Feste Wurzeln

 

Die Gründung des NÖ Bauernbunds wird auf das Jahr 1906 datiert. Dennoch liegen die Wurzeln dieser Gründung noch viele Jahre davor, mehr als 30 Jahre sogar. 

Der Zusammenhalt der bäuerlichen Bevölkerung war seit jeher groß, auch das Wissen, dass man gemeinsam stärker ist, denn: Die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Arbeit haben sich zwar über die Jahrhunderte verändert, einfach waren sie jedoch nie.
Um also durch gemeinsames Stützen Sicherheit zu bekommen, entstand 1875 mit dem „Verfassungstreuen Bauernverein“ der erste politische Bauernverein in Niederösterreich. Noch etwas unkoordiniert bestand er allerdings nur drei Jahre lang. 

Josef Steininger als Pionier
1884 ergriff der Gobelsburger Weinhauer Josef Steininger die Initiative und rief einen eigenen Bauernbund mit dem Namen „Mittelstraße“ ins Leben. Doch der fehlende politische Rückhalt ermöglichte auch diesem landwirtschaftlichen Bund kein langes Leben.

In der Zwischenzeit war jedoch die gesamte niederösterreichische bäuerliche Bevölkerung zu „neuem Leben“ erwacht. Der Wunsch sich zusammen zu schließen und dadurch an Stärke zu gewinnen war größer denn je. Das Resultat: Die Gründung der „Bäuerlichen Viertelsvereine“. 

Gründung der bäuerlichen Viertelsvereine
Das Waldviertel machte 1885 in Zwettl den Anfang mit dem „Bauernverein für das Viertel ober dem Manhartsberg“. 1896 entstand in Amstetten der für die weitere Zukunft bedeutende „Bauernverein für das Viertel ober dem Wienerwald“. Bereits nach kürzester Zeit hatten sich diesem Mostviertler Verein mehr als 2.000 Bauern angeschlossen. 

Weit über 1.000 Bauern waren dann ein Jahr später in das Wiener Rathaus gepilgert, um der Gründung des „Bauernvereins für das Viertel unter dem Manhartsberg“ beizuwohnen und in eben diesem Jahr konstituierte sich in Wiener Neustadt der „Bauernverein für das Viertel unter dem Wienerwald“.
Das Programm und auch ihre organisatorische Grundstruktur war den vier Bünden gemeinsam. So hatten sie sich unter einer völlig neuartigen politischen Bewegung, in der der Pfarrklerus eine überaus wichtige Rolle spielte, gebildet: Der Christlichsozialen Partei.

Da aller Anfang bekanntlich schwer ist, war den Viertelsvereinen der östlichen Landeshälfte nur kurzes Leben beschieden und auch der Waldviertler Bauernverein verlor bald an Bedeutung. 
Der Mostviertler Bauernverein mit dem christlichsozialen Landtagsabgeordneten Josef Stöckler an seiner Spitze blieb aktiv und bildete im Jahr 1906 mit seinen 8.000 Mitgliedern den Grundstock für den Niederösterreichischen Bauernbund.

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