Die überraschende Schließung des Tiefkühlgemüsewerks in Groß-Enzersdorf durch den belgischen ARDO-Konzern traf hunderte Bauern und Angestellte sowie die österreichischen Konsumenten unvorbereitet und hart. Viele Existenzen, aber auch die Versorgungssicherheit, waren wegen der Profitmaximierungsabsichten des internationalen Konzerns in Gefahr. Der Bauernbund kämpfte in den vergangenen Wochen für eine Lösung.
Nun ist nach intensiven Verhandlungen eine Österreich-Lösung gelungen
ARDO geht, aber mehrere heimische Unternehmen bauen ihre Verarbeitung aus und sichern so die Versorgung mit österreichischem Tiefkühlgemüse und die Wertschöpfung für die betroffenen Bäuerinnen und Bauern. Nach langen und schwierigen Verhandlungen ist nun unserem Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf und dem design. Kammerpräsidenten Lorenz Mayr, gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten wie der bäuerlichen Erzeugergenossenschaft ETG, ein Durchbruch gelungen.
Neue Perspektiven für die Marchfelder Gemüsebaubetriebe
Eine zentrale Rolle übernimmt weiterhin die bäuerliche Erzeugergenossenschaft ETG, die dank neuer Abnehmer aus Österreich in Zukunft durch Anbauflächen mit Sojabohnen und Edamame, Blatt- und Wurzelgemüse, Kräutern wie Dill, Petersilie und Koriander sowie Erdäpfeln für viel Wertschöpfung im Marchfeld sorgen wird. „Es ist gelungen, die Versorgung mit rot-weiß-rotem Tiefkühlgemüse zu sichern! Mehrere heimische Unternehmen bauen ihre Verarbeitung aus und gleichzeitig soll der Lebensmittelhandel weiter auf österreichisches Tiefkühlgemüse setzen. Das ist ein großer Erfolg für die Versorgungssicherheit in unserem Land und den Produktionsstandort Niederösterreich sowie ein wichtiges Signal für unsere Bäuerinnen und Bauern“, betonen Pernkopf und Mayr.


