Borealis: NÖ Bauernbund schaltet Kartellanwalt ein

Pernkopf und Nemecek nehmen Kampf gegen tschechischen Konzern-Multi an

NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf und Direktor Paul Nemecek haben renommierte Kartellrechtsexperten zum geplanten Borealis-Deal eingeschalten.

Der Aufschrei des NÖ Bauernbundes anlässlich des geplanten Verkaufs der Borealis-Düngemittelsparte an den tschechischen Agrofert-Konzern stieß Anfang Juni dieses Jahres auf enormen Rückenwind.

„Nun ist es an der Zeit rechtliche Schritte zu prüfen. Mit der renommierten, deutschen Kanzlei Hausfeld Rechtsanwälte LLP ist es uns gelungen, internationale Kartellrechtsexperten für unseren Kampf für mehr Versorgungssicherheit und gegen ein Düngemittelmonopol zu gewinnen“, stellen NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf und NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek klar, dass das Aufbegehren gegen den Borealis-Deal noch nicht vorbei und schon gar nicht entschieden ist.

Allein die Größe des tschechischen Agrofert-Konzerns, mit einem Jahresumsatz von rund 7 Milliarden Euro, zeigt, dass es sich bei diesem Anliegen des Bauernbundes um einen wahren Kampf „David gegen Goliath“ handelt.

„Aufgrund der Größe des geplanten Deals hat die EU hier das Recht und viel mehr auch die Pflicht, den Verkauf äußerst kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wir pochen darauf, dass die Interessen der Bäuerinnen und Bauern als Garanten der Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln gewahrt und ernst genommen werden müssen“, erklären Pernkopf und Nemecek abschließend.

Kartellexperten unterstützen NÖ Bauernbund

Die international renommierte Kanzlei Hausfeld Rechtsanwälte LLP, mit Sitz in Berlin und Düsseldorf, zeigte bereits in vergangenen Fällen ihre Stärke und Durchsetzungskraft bei Kartellrechtsverfahren auf. Beispielsweise sind die Experten beim Vorgehen gegen Mitglieder des LKW-Kartells für mehrere tausend Transportunternehmen federführend oder haben auch vor der Europäischen Kommission die Beschwerdeführer gegen den US-Techgiganten Google wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht vertreten, woraufhin gegen Google eine Rekordgeldbuße in Höhe von EUR 2,4 Milliarden verhängt wurde.

02. Juli 2022