NÖ Bauernbund begrüßt Hilfspaket für Schweinebauern

Pernkopf und Nemecek: „Wichtiger Schritt zur Existenzsicherung von 4500 Betrieben und für die Versorgungssicherheit von ganz Österreich“

Schweinebauer Thomas Achleitner (rechts) und Bauernbunddirektor Paul Nemecek (links) haben sich zur angespannten Marktsituation ausgetauscht. © NÖ Bauernbund/Franz Crepaz

Dramatische Erlösverluste machen seit Wochen der heimischen Schweinebranche als systemrelevanter Teil der Lebensmittelproduktion in Österreich zu schaffen. Aktuell können oft gar nur mehr 1, 28 Euro pro Kilo am Markt generiert werden. Ein Preis, der einerseits nicht die hohe Qualität heimischer Produktion und schon gar nicht für die bäuerlichen Betriebe kostendeckend ist.

Auch der Niederösterreichische Bauernbund hat angesichts dieser Entwicklung Alarm geschlagen und aufgezeigt, dass die Selbstversorgung mit Schweinefleisch am Kippen ist. „Jeder Schweinebauer, der in Österreich zusperrt, wird durch einen ausländischen ersetzt“, wiesen NÖ Bauernbund-Obmann LH-Stv. Stephan Pernkopf und Direktor Paul Nemecek auf die bedrohliche Lage von 4500 schweinehaltenden Betrieben in Niederösterreich hin.

Jetzt ist gemeinsam ein wichtiger Schritt gelungen: Die Bundesregierung startet ein Hilfspaket, um die untragbaren Verlustspannen der Schweinebäuerinnen und Schweinebauern abzufedern, die um ihre wirtschaftliche Existenz und ihre Generationenhöfe zittern. Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat veranlasst, dass dafür 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen. „Das ist ein ganz wichtiges Signal für die Zukunft der heimischen Zucht- und Mast-Betriebe und an eine systemrelevanten Branche der Lebensmittelproduktion. Es geht um bäuerliche Existenzen, es geht aber auch darum, die Versorgungssicherheit Österreichs sicherzustellen. Darauf werden wir als Bauernbund die Gesellschaft und die Öffentlichkeit weiter aufmerksam machen“, sagen Pernkopf und Nemecek. Beide weisen erneut Handel wie Konsumenten darauf hin, dass die Bäuerinnen und Bauern für ihre Leistungen und Produkte ein angemessenes Einkommen und faire Preise benötigen.

02. Februar 2022