Kampagne: Unser Fleiß hat seinen Preis - Bauernbund Niederösterreich

Kampagne: Unser Fleiß hat seinen Preis

Bewusstseinskampagne des NÖ Bauernbundes in den Medien hält fest: Die Wertschätzung der bäuerlichen Arbeit muss sich auch in der Wertschöpfung widerspiegeln.

Mit derartigen Sujets macht der NÖ Bauernbund aktuell in den verschiedensten Medien auf die Leistungen und die hohen Standards, die die heimischen Bäuerinnen und Bauern tagein tagaus erfüllen, aufmerksam. (c) NÖ Bauernbund

Viele bäuerliche Familienbetriebe sind nach dem Krisenjahr 2018 aktuell in ihrer Existenz gefährdet.Die Trockenheit des vergangenen Jahres hat zu einem historischen Borkenkäferbefall in den Wäldern geführt und einen massiven Schädlingsdruck auf Wiesen und Feldern verursacht. Die Zukunft ist auf vielen niederösterreichischen Höfen aktuell ungewiss. 

Landwirtschaftliche Betriebe als regionale Wirtschaftsmotoren

Knapp 40.000 land- und forstwirtschaftliche Betriebe gibt es laut letzter Zählung der Statistik Austria noch in Niederösterreich. „Die bäuerlichen Familienbetriebe sind das Rückgrat des ländlichen Raums in Niederösterreich. Sie investieren jedes Jahr maßgeblich in die regionale Wirtschaft, 130.000 Arbeitsplätze vor- und nachgelagerten Bereichen hängen in Niederösterreich an der Land- und Forstwirtschaft“, erläutern NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes und Direktorin LAbg. Klaudia Tanner.

Ein Bauernhof sichert im Schnitt drei Arbeitsplätze, vom Landmaschinen-mechaniker über Angestellte im Lebensmitteleinzelhandel bis hin zum Arbeiter in der Holzindustrie. Neben der Aufrechterhaltung regionaler Wirtschaftskreisläufe sorgen die Bäuerinnen und Bauern auch für gepflegteKulturlandschaften sowie für ein aktives Vereinsleben in Dörfern und Gemeinden. 

Augen auf beim Lebensmittelkauf

Die kleinstrukturierte Landwirtschaft in Österreich hat am Weltmarkt einen massiven Wettbewerbsnachteil. „Darum setzen unsere Bäuerinnen und Bauern auf Qualität und arbeiten nach höchsten Standards bei Tierwohl, Pflanzen- und Naturschutz“, erläutern Schultes und Tanner und führen weiter aus: „Die zentrale Frage wird sein: Wer erzeugt in Zukunft unsere Lebensmittel?“

„Wenn wir die Versorgungssicherheit mit rot-weiß-roten Produkten aufrecht erhalten und nicht auf Importe aus Ländern mit niedrigeren Standards – wie Eräpfel aus Ägypten - vertrauen wollen, brauchen unsere Bäuerinnen und Bauern ehrliche Preise.“ Die Wertschätzung der Arbeitsweise der heimischen Bauernfamilien müsse sich auch in der Wertschöpfung widerspiegeln, appellieren Schultes und Tanner vor allem auch an die Konsumentinnen und Konsumenten.

14. Januar 2019