'Niemals Nummer. Immer Mensch' - Bauernbund Niederösterreich

"Niemals Nummer. Immer Mensch"

Das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen durch US-Truppen Anfang Mai 1945 stand heuer unter dem Motto "Niemals Nummer. Immer Mensch".

Bauernbund-Viertelsobmann Leopold Gruber-Doberer und Direktorin LAbg. Klaudia Tanner (1. und 3. v. l.) bei der Kranzniederlegung vor der Gedenktafel an Leopold Figl. (c) NÖ BB/Haiderer

Direktorin LAbg. Klaudia Tanner und Viertelsobmann Leopold Gruber-Doberer führten die Abordnung des NÖ Bauernbunds an, die am vergangenen Sonntag an den Gedenk- und Befreiungsfeiern im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen teilnahm.

Kranzniederlegung im ­Gedenken an Leopold Figl

Vor der Gedenktafel für Leopold Figl legten die „Bauernbündlerinnen“ und „Bauernbündler“ einen Kranz nieder, um des großen Politikers zu gedenken. Figl war zur Zeit des Nationalsozialismus fast sechs Jahre lang im Konzentrationslager inhaftiert.

In einem ökumenischen Gottesdienst wurde eindringlich vor Verachtung von Menschen, die „anders“ sind gewarnt. Die Anmaßung absoluter Macht über Leben und Tod würden oft die Grundlage für Terror und Barbarei bilden, wurde betont. Bundeskanzler Sebastian Kurz und Staatssekretärin Karoline Edtstadler wiesen in ihren Reden auf die Wichtigkeit des Erinnerns hin, damit aus einem „Niemals vergessen“ ein „Nie mehr wieder“ werde.

Seit 2006 widmen sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema, das zur Geschichte des KZ Mauthausen beziehungsweise zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Der Gegenwartsbezug bildet bei jedem Jahresthema einen essentiellen Bestandteil und soll vor allem für junge Menschen einen Bezug zu ihrer Erfahrungswelt herstellen.

07. Mai 2019