NÖ Landwirtschaft als Teil der Energiewende - Bauernbund Niederösterreich

NÖ Landwirtschaft als Teil der Energiewende

Im Rahmen des Programmes „Photovoltaik in der Land- und Forstwirtschaft“ fördert der Klima- und Energiefonds Photovoltaikanlagen und erstmalig auch die Installation eines Stromspeichers in landwirtschaftlichen Betrieben. Der Einsatz von erneuerbaren Energien auf landwirtschaftlichen Betrieben trägt maßgeblich zur Energiewende bei.

LK NÖ-Präsident NAbg. Johannes Schmuckenschlager (c) LK NÖ/Franz Gleiß

Österreich braucht ein Energiesystem, das nachhaltig und zugleich sicher, innovativ, wettbewerbsfähig und leistbar ist. „Wir müssen in der Klimaanpassung zügig vorankommen, in der Entwicklung und auch in der Absicherung der bereits spürbaren Herausforderungen. Dazu gehört auch der Ausbau der erneuerbaren Energien, nur so können wir die Klimaziele erreichen. Die Landwirtschaft leistet dazu einen wichtigen Beitrag und kann auch in Zukunft noch vieles einbringen. Photovoltaik spielt dabei eine große Rolle“, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Zusätzlich zur Förderung von Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen gibt es erstmalig Zuschüsse bei der Installation von Stromspeichern. „Seit heuer fördern wir auch die Installation von Speichern. Damit können Land- und Forstwirte ihre selbst erzeugte Energie noch effizienter für ihre eigenen Produktionsprozesse einsetzen. Wir brauchen für eine rasche Energiewende jede Kilowattstunde aus Sonnenenergie – die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind ein großer Hebel dafür“, sagt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Photovoltaik in der Land- und Forstwirtschaft

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe haben große Dachflächen und einen hohen Stromverbrauch - ideale Voraussetzungen für den Einsatz von Photovoltaik. Gefördert werden ausschließlich neu installierte, stationäre Photovoltaikanlagen im Netzparallelbetrieb, mit und ohne Stromspeicher, sowie Stromspeicher als Nachrüstung bei bestehenden Photovoltaikanlagen. Berücksichtigt werden Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 5 bis 50 kWp.
Die Höhe der Förderung für die Photovoltaikanlagen liegt je installierter kWp bei 275 Euro bei Aufdach- und Freiflächenanlagen und bei 375 Euro bei gebäudeintegrierten Anlagen.
Förderanträge können bis 20. November 2020 gestellt werden. Informationen und Förderrichtlinien unter www.pv-lw.klimafonds.gv.at

Landwirtschaftskammer unterstützt bei Planung

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich ist bei der Planung von Photovoltaikanlagen bzw. von Speichern jederzeit behilflich. Welche Möglichkeit bietet die Technik? Warum ist Eigenversorgung jetzt auch wirtschaftlich interessant geworden? Bei welchen Betriebszweigen ist die Eigenversorgung besonders interessant? Welche Anlagengröße ist für meinen Betrieb die sinnvollste? Worauf muss in der Planungsphase besonders geachtet werden? Ist eine Notstromversorgung durch die Photovoltaikanlage möglich? Diese und noch weitere Fragen werden durch telefonische Beratung, durch eine Beratung vor Ort am Betrieb oder durch Weiterbildungsseminare beantwortet.

28. Oktober 2019