Wahlsieg der Volkspartei in vielen NÖ Gemeinden - Bauernbund Niederösterreich

Wahlsieg der Volkspartei in vielen NÖ Gemeinden

Stellung der VP-NÖ als „Bürgermeisterpartei“ unter Beweis gestellt. Die „Vor-Ort“-Partei konnte einige SP-Hochburgen zu Fall bringen und besonders in ländlichen Gebieten auf hohem Niveau noch einmal zulegen.

Am vergangenen Sonntag fanden in NÖ 567 Gemeindewahlen statt. Als treibende Kraft haben die rund 19.400 Kandidatinnen und Kandidaten eine sehr respektable Leistung in den Orten und Gemeinden für die Volkspartei erbracht. (c) Grafik: A. Riegler/Quelle Wikipedia

Laut dem vorläufigen Ergebnis erreichte die VP-NÖ landesweit 52,7 Prozent. Das bedeutet im Vergleich zu 2015 ein Plus von 2,44 Prozentpunkten und 307 Mandaten. Die Wahlbeteiligung war mit 65,64 Prozent nur geringfügig um 0,19 Prozentpunkte niedriger als bei den bisher letzten Gemeindewahlen.  

Mobilisierungsstärke vor allem im ländlichen Raum bestätigt

Die ÖVP erreichte – inklusive Stockerau, Wolkersdorf und Pillichsdorf, wo bereits im März vergangenen Jahres gewählt worden war, und somit in 570 Gemeinden – 402 absolute und 38 relative Mehrheiten. Die Mobilisierungsstärke der VP zeigte sich vor allem in ländlichen Gebieten wieder einmal durch eine überdurchschnittlich hohe Wahlbeteiligung: In den Bezirken Gmünd, Hollabrunn, Krems, Lilienfeld, Melk, Mistelbach, Scheibbs und Zwettl konnte eine Wahlbeteiligung von über 70 Prozent verzeichnet werden.

Der Wahltag war für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner „ein Tag der Freude“, der vor allem eines klar aufgezeigt habe: „Die Volkspartei steht im Bundesland Niederösterreich für Breite. Breite, weil wir in allen Gemeinden vertreten sind. Breite, weil wir bei den Landsleuten stark verankert sind und Breite, weil wir in allen Landesteilen erfolgreich sind.“ Die Landeshauptfrau zeigte sich begeistert, wie kraftvoll und leidenschaftlich die Mitglieder, Funktionärinnen, Funktionäre sowie vor allem die Kandidatinnen und Kandidaten gekämpft haben. Die VP habe aber vor allem gute Arbeit geleistet und überzeugende Kandidaten und Programme präsentiert. „Und mit dem morgigen Tag geht die Arbeit in und für die Gemeinden weiter“, so Mikl-Leitner.

Mit Gemeindewahlen historische Erfolge gefeiert

Als historische Erfolge kann die Volkspartei verbuchen, dass die amtierenden VP-Bürgermeister der ehemals SPÖ-Hochburgen von Gmünd und Wiener Neustadt, Helga Rosenmayr und Klubobmann Klaus Schneeberger, fulminante Zugewinne einfuhren und die Volkspartei erstmals an erster Stelle liegt. Diese galten allesamt vor Jahren noch für die VP, genauso wie Amstetten, als uneinnehmbar. Im Fall von Amstetten tätigte SPÖ-Chef Schnabl den markanten Sager: „Am­stetten bekommt ihr (Anmerkung: ÖVP-Team mit Spitzenkandidat Haberhauer) nicht.“ Er sollte sich letztendlich täuschen.

Für Bauernbundobmann LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Direktor Paul Nemecek sind es jedoch nicht nur die spektakulären Ergebnisse, die Anerkennung verdienen, sondern auch jene, wo auf bereits hohem Niveau noch weiter zugelegt werden konnte. „Gerade in ländlichen Gebieten sind es vielfach die Bauernbündlerinnen und Bauernbündler, die als Bürgermeister, Vizebürgermeister und Gemeinderäte tagtäglich vollen Einsatz für ihre Mitbürger zeigen. Dieser Einsatz hat nun Erfolg gezeigt und ist von den Wählerinnen und Wählern mit Stimmen belohnt worden“, so Pernkopf und Nemecek.

VP-NÖ: Vielfach auf hohem Niveau noch weiter zugelegt

So konnte in Vösendorf beispielsweise der wahlerprobte Bauernbündler Hannes Koza mit seiner Bewegung „Miteinander Vösendorf“ einen Zuwachs von 13,51 Prozentpunkten erreichen. Er ist nun mandatsmäßig gleichauf mit der SPÖ und am Sprung zum Bürgermeisteramt.
Das beste Ergebnis in einer Bezirkshauptstadt konnte Bürgermeister Franz Mold in Zwettl erzielen. Seit 2018 im Amt stellte er sich erstmals der Wahl und erhielt auf Anhieb 73,70 Prozent der Stimmen, das ist ein Plus von 8,86 Prozentpunkten und vier Mandaten.
Als wieder einmal – für die Volkspartei – erfolgreichster Bezirk darf Horn hervorgehoben werden, wo es nur mehr schwarze Mehrheiten in allen Gemeinden gibt.

28. Januar 2020