Weniger Treibhausgase, mehr 'grüner' Strom - Bauernbund Niederösterreich

Weniger Treibhausgase, mehr "grüner" Strom

Das Land NÖ stellt die Weichen für eine saubere, erneuerbare und weiterhin nachhaltige Energiezukunft.

Präsentierten NÖ Klima- und Energiefahrplan: LH Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Lukas Klaczynski von der Landesschülervertretung NÖ. (c) NLK/Reinberger

Den NÖ Klima- und Energiefahrplan hat vergangene Woche Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Lukas Klaczynski, von der Landesschülervertretung NÖ, präsentiert. Die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 36 Prozent ist dabei das erklärte Ziel.

10.000 neue Jobs durch „grüne“ Technologien

„Mit unserem gemeinsam mit Experten ausgearbeiteten NÖ Klima- und Energiefahrplan 2020 bis 2030 haben wir eine Richtschnur erstellt, die uns Orientierung im Land geben wird, die Weichen für eine saubere, erneuerbare und nachhaltige Energiezukunft zu stellen“, betonte dazu LH Mikl-Leitner.

Die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 36 Prozent, die Erzeugung von 2000 Gigawatt-Stunden Photovoltaik und 7000 Gigawatt-Stunden Windkraft und die Versorgung von 30.000 zusätzlichen Haushalten mit Wärme aus Biomasse und erneuerbarem Gas bis 2030 wurden als Ziele definiert. Auch 10.000 neue Jobs sollen durch „grüne Technologien“ geschaffen werden. Die Landeshauptfrau ist zuversichtlich, dass bis 2030 jeder fünfte PKW elektrisch unterwegs sein werde: „Mit einem umfangreichen Maßnahmen-Mix wollen wir unsere energie- und klimapolitischen Ziele erreichen.“

Niederösterreichs Meilensteine für saubere und neue Energie

Mikl-Leitner erinnerte auch an Meilensteine Niederösterreichs für eine neue sowie saubere Energie. Das Land könne hier auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. „Im Jahr 2004 haben wir das erste niederösterreichische Klimaprogramm vorgelegt und 2007 als erstes Bundesland den Klimaschutz in der Landesverfassung verankert.“ Rund 300.000 Menschen würden sich über verschiedene Initiativen und Maßnahmen für saubere und Erneuerbare Energie einsetzen, rund 40.000 Menschen arbeiteten in sogenannten „Green Jobs“, so LH Mikl-Leitner.

Seit 2015 decke Niederösterreich seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen, erklärte LH-Stv. Pernkopf. 61 Prozent kämen aus Wasserkraft, 28 Prozent aus Windkraft, acht Prozent aus Biomasse und drei Prozent aus Photovoltaik. „Seit Jahresbeginn sind zudem Ölheizungen in neu errichteten Gebäuden verboten. Wir waren damit Vorreiter und Vorbild für die anderen Bundesländer“, erklärte Pernkopf. Weiters soll der Strom aus PV-Anlagen zudem verzehnfacht und der Strom aus der Windkraft verdoppelt werden. Gelingen soll das vor allem durch bessere Technologie und Repowering bestehender Windkraft-Standorte.

Klimaschutz auch für Stephan Pernkopf ein wichtiger Wirtschaftsmotor

2030 sollen auch mehr als 50 Prozent der Neuzulassungen E-Autos sein und ab 2030 nur mehr Busse mit alternativem Antrieb bestellt werden. Der Klimaschutz ist für Pernkopf auch ein wichtiger Wirtschaftsmotor. „Jedes zusätzliche Prozent Ökostrom trägt dazu bei, dass 15 Millionen Euro im Land bleiben. Die Steigerung von 84 Prozent Erneuerbarer Energie auf 100 Prozent bringt damit jährlich 240 Millionen Euro.“

Für Lukas Klaczynski war die kürzlich abgehaltene NÖ Jugendklimakonferenz für junge Menschen eine „hervorragende Gelegenheit“, ihre Ideen und Vorschläge sowie Anregungen zu den Themen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit einzubringen. Diese Konferenz sei auch Ausdruck dafür gewesen, dass die „Jugend ernst genommen“ werde.

28. Mai 2019