Zehn neue Zivildiener für die Landwirtschaft - Bauernbund Niederösterreich

Zehn neue Zivildiener für die Landwirtschaft

Mit 1. April unterstützen zehn neu eingerückte Zivildiener bäuerliche Familienbetriebe in besonderen Notlagen.

An der LFS Gießhübel erhielten die zehn jungen Männer, die am 1. April ihren Zivildienst angetreten haben, ihre Grundausbildung, bevor sie ihren Betrieben zugeteilt wurden. (c) ZVG

Unfälle, Krankheiten oder gar Todesfälle bedeuten generell eine starke psychische Belastung für die Betroffenen. Gerade in der Landwirtschaft ist in derartigen Notsituationen aber oftmals zusätzliche, externe Hilfe auf einem Bauernhof dringend notwendig, da der Ausfall der Arbeitskraft kompensiert werden muss. Um die bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen, vermittelt der NÖ Bauernbund in Zusammenarbeit mit dem Land NÖ landwirtschaftliche Zivildiener, die da sind, wenn einmal Not am Mann ist.

Helfende Hände in besonderen Notsituationen

Zehn Zivildiener haben mit 1. April ihren Zivildienst beim NÖ Bauernbund und der Abteilung Landwirtschaftsförderung (LF3) beim Land NÖ angetreten. Die erste Woche verbrachten die jungen Männer in der LFS Gießhübel, wo sie mit der Grundschulung das notwendige Rüstzeug für die folgenden neun Monate erhalten haben, um ihren Zivildienst in Form der "Sozialhilfe in der Landwirtschaft" abzuleisten.

Unaufschiebbare Arbeiten gilt es in der Land- und Forstwirtschaft sofort zu erledigen. In derartigen Situationen haben Betroffene neben der sozialen Betriebshilfe auch die Möglichkeit, Zivildiener als Aushilfen zu beantragen. Für die "Zivis" ergibt sich so eine echte Alternative zum Präsenzdienst und der bäuerlichen Familie ist tatkräftige Unterstützung sicher. Denn die meisten Zivildiener sind selbst Bauernsöhne und wissen, wie wichtig rasche und kompetente Hilfe in Notfällen ist.

"Das Interesse den Zivildienst in der Landwirtschaft abzuleisten ist ungebrochen", freut sich Paul Kammerhofer, Jurist beim NÖ Bauernbund und fügt hinzu: "Die jungen Männer sehen das Zivildienstjahr auf dem Bauernhof als Bereicherung: Die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und reale, sinnvolle Hilfe leisten zu können, spornt an." Gemeinsam mit Heidemarie Tungel und Werner Maurer, von der Abteilung LF3 (Land NÖ), wickelt Paul Kammerhofer den Einsatz der Zivildiener ab und sorgt so für die organisatorischen Voraussetzungen. Der ständige Kontakt zwischen Zivildiener, Betrieb und Einsatzleitstelle ist notwendig, damit die Einsätze auch effizient bleiben. Beratung, regelmäßige Betriebskontrollen und Zivildienstbesprechungen gehören ebenso dazu wie ein abschließendes Gespräch nach dem Einsatz.

Bis zum Einrückungstermin April 2021 sind beim NÖ Bauernbund und zum Einrückungstermin April 2020 bei der Abteilung LF3 des Landes NÖ bereits alle Plätze vergeben. Fähige junge Männer, die ihren Zivildienst in Form der „Sozialhilfe in der Landwirtschaft“ leisten möchten, sollten sich daher rechtzeitig für einen Platz vormerken lassen. Dazu ist mit der Bewerbung der Bescheid über die Zivildienstpflicht vorzulegen. Ganz wichtig für die Eignung als Zivildiener in der Landwirtschaft ist eine landwirtschaftliche Ausbildung oder fundierte Vorkenntnisse sowie die Lenkerberechtigung für Traktoren.

10. April 2019