Angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in mehreren Ländern Europas richtet der Bauernbündler und Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Johannes Schmuckenschlager, eine Forderung an das zuständige Gesundheitsministerium: „Zum Schutz der Versorgungssicherheit und zum Erhalt der bäuerlichen Existenzen in Österreich müssen jetzt schärfere Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Nun müssen alle Register gezogen werden, um die Ausbreitung zu verhindern.“

Ein Ausbruch dieser für Tiere hochansteckenden Seuche in Österreich hätte katastrophale Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft und Wirtschaft. Besonders gefährdet wären tierhaltende Familienbetriebe, die durch eine Quarantäne oder notwendige Keulungen vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen würden. Auch die Konsumentinnen und Konsumenten wären betroffen – durch Preissteigerungen, Engpässe und ein steigendes Abhängigkeitsrisiko von Importen.

Schmuckenschlager stellt vier klare Forderungen an das Gesundheitsministerium:

  1. Strikte Kontrolle des Einfuhrverbots für lebende Nutztiere sowie Fleisch- und Milchprodukte aus jenen Regionen, in denen Fälle der Maul- und Klauenseuche bestätigt wurden.
  2. Massiv verstärkte Kontrollen an allen Grenzstellen, um das Risiko einer Einschleppung nach Österreich so gering wie möglich zu halten – inklusive Maßnahmen wie Seuchenteppichen und der vorübergehenden Schließung kleiner Grenzübergänge.
  3. Enge Zusammenarbeit und eine Umsetzung einer strengen Koordinierung durch die EU in den betroffenen Ländern.
  4. Ein umfassender Krisenplan, um im Ernstfall rasch und gezielt reagieren zu können.

Appell an die Bevölkerung: „Bitte verzichten Sie auf nicht notwendige Reisen“

Neben den politischen Maßnahmen richtet Schmuckenschlager gemeinsam mit NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf auch einen dringenden Appell an die Eigenverantwortung der Bevölkerung: „Wir alle können einen Beitrag leisten. Bitte verzichten Sie in den kommenden Wochen auf nicht unbedingt notwendige Reisen in betroffene Gebiete. Jeder bestätigte Fall gefährdet unsere Tiere, unsere Umwelt und unsere bäuerliche Lebensgrundlage. Übernehmen wir bitte alle Verantwortung, bevor es zu spät ist.“

Schmuckenschlager sicherte zu, dass die Landwirtschaftskammer Niederösterreich weiterhin in engem Austausch mit den zuständigen Behörden stehen und laufend über neue Entwicklungen informieren wird. „Jetzt geht es darum, rasch, entschlossen und verantwortungsvoll zu handeln – im Sinne unserer Bäuerinnen und Bauern, aber auch zum Schutz der Versorgungssicherheit in ganz Österreich“, so Schmuckenschlager abschließend.